Eine Woche lang habe ich eine KI um Rat gefragt
Ich benutze KI inzwischen fast täglich. Für Einkaufslisten, für Mails, manchmal zum Nachschlagen. Aber wie wäre es, sie eine Woche lang bei echten Entscheidungen um Rat zu fragen? Ich habe es ausprobiert.
Die Regeln
- Jeden Tag mindestens eine Frage, die mir wirklich wichtig ist.
- Ich muss den Rat nicht befolgen, aber ich schreibe auf, ob er geholfen hat.
- Keine privaten Daten von anderen Menschen.
Was gut funktioniert hat
Überraschend gut war die KI darin, meine Gedanken zu sortieren. Als ich überlegt habe, ob ich einen Kurs an der Volkshochschule belegen soll, hat sie mir keine fertige Antwort gegeben, sondern Gegenfragen gestellt. Wie viel Zeit habe ich wirklich? Was erhoffe ich mir davon? Am Ende wusste ich es selbst.
Auch bei einer schwierigen Nachricht an eine Freundin hat sie geholfen. Nicht, weil der Text besser wurde, sondern weil ich beim Erklären gemerkt habe, was ich eigentlich sagen will.
Wo es gehakt hat
Bei allem, was mit Gefühlen zu tun hat, klang die KI freundlich, aber irgendwie glatt. Wie eine Postkarte mit einem schönen Spruch. Einmal hat sie mir außerdem ganz selbstbewusst eine Öffnungszeit genannt, die schlicht falsch war. Seitdem prüfe ich Fakten doppelt.
Die KI ist ein guter Gesprächspartner zum Nachdenken. Eine gute Freundin ersetzt sie nicht.
Mein Fazit nach sieben Tagen
Ich werde weiter fragen, aber anders. Nicht mehr „Was soll ich tun?“, sondern „Welche Fragen sollte ich mir stellen?“. Das fühlt sich richtig an. Die Entscheidung bleibt bei mir, und da gehört sie auch hin.
Bis bald, Greta