Mix and Match

Zitronenkuchen und die Frage nach dem Glück

Von Greta · · 5 Min. Lesezeit

Wenn ich nicht weiß, wohin mit mir, backe ich. Meistens Zitronenkuchen. Beim Rühren kommen mir die besten Gedanken, und letzte Woche war es die Frage, was Glück eigentlich ist.

Glück braucht nicht viel

Der griechische Philosoph Epikur war vor über 2000 Jahren überzeugt, dass man für ein glückliches Leben gar nicht viel braucht: Freunde, Freiheit und Zeit zum Nachdenken. Er lebte selbst sehr bescheiden. Es heißt, schon ein Töpfchen Käse sei für ihn ein Festessen gewesen.

Das passt gut zu meinem Kuchen. Er ist nicht aufwendig, und trotzdem ist die Küche danach warm und riecht nach Sommer.

Vielleicht ist Glück weniger ein Ziel als ein Duft, der plötzlich durch die Wohnung zieht.

Mein Zitronenkuchen

Zutaten für eine Kastenform

  • 200 g weiche Butter
  • 180 g Zucker
  • 4 Eier
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 2 Bio-Zitronen
  • 150 g Puderzucker
  1. Den Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und die Form einfetten.
  2. Butter und Zucker cremig rühren, dann die Eier einzeln unterrühren.
  3. Mehl und Backpulver mischen und zusammen mit der abgeriebenen Schale beider Zitronen und dem Saft einer halben Zitrone unterheben.
  4. Etwa 50 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen: Bleibt nichts kleben, ist er fertig.
  5. Den Saft einer ganzen Zitrone mit einem Löffel über den noch warmen Kuchen träufeln.
  6. Wenn er abgekühlt ist, den Puderzucker mit dem Saft der letzten halben Zitrone zu einem dicken Guss rühren und darüber verteilen.

Und das Glück?

Ich glaube, Epikur hätte der Kuchen gefallen. Nicht, weil er besonders raffiniert ist, sondern weil man ihn teilen muss. Eine ganze Kastenform schafft man allein nicht. Vielleicht ist das die Antwort, zumindest für heute: Glück wird größer, wenn man es verschenkt.

Guten Appetit, Greta

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